Schweinegrippe stoppt Löw & Co.

Schweinegrippe stoppt Löw & Co.

Die deutsche Nationalelf musste bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen in Shanghai am Mittwochmorgen (Ortszeit) eine ungewöhnliche Prozedur über sich ergehen lassen. Wegen der weltweit grassierenden Schweinegrippe wurden alle Mitglieder der DFB-Delegation noch im Flieger einem Fiebertest unterzogen. Alle Mitglieder überstanden die Untersuchungen aber ohne Beanstandung und konnten so ihre Einreise fortsetzen. Nach einem zehnstündigen Flug war bei der DFB-Delegation noch einmal zusätzliche Geduld gefragt. Denn der Kapitän der Flugmaschine forderte die Passagiere auf, auf ihrem Platz zu weilen. Grund dafür waren die peniblen Vorsichtsmaßnahmen der chinesischen Behörden wegen der weltweit grassierenden Schweinegrippe. Chinesisches Medizinpersonal in weißen Schutzanzügen testete alle Fluggäste auf eine möglicherweise erhöhte Temperatur. Dazu wurde das einer Pistole ähnliche Spezialgerät allen Flugzeuginsassen auf die Stirn gedrückt. Durch die Untersuchung sollte festgestellt werden, ob die Ankommenden möglicherweise unter Fieber leiden, was ein mögliches Indiz für Schweinegrippe gewesen wäre. “Ich habe so etwas noch nie erlebt. Das war schon komisch, wie die Jungs in ihren weißen Anzügen in den Flieger gekommen sind. Aber das ist eine Vorsichtsmaßnahme wegen der Schweinegrippe und von daher vollkommen in Ordnung. Das hat uns überhaupt nicht gestört”, sagte der künftige Bayern-Stürmer Mario Gomez. Trotz der Verzögerung haben alle Mitglieder der DFB-Delegation die Reisestrapazen gut weggesteckt. “Alle haben die Prozedur und auch den langen Flug gut überstanden und sind fit”, berichtete Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff nach der Ankunft im Mannschaftshotel “Four Seasons”. Für den Nachmittag (Ortszeit) hat Bundestrainer Joachim Löw das erste Training angesetzt, wobei alle 17 Akteure teilnehmen sollen. Am Freitag steht dann im Shanghai Stadium das erste Spiel der Asienreise gegen Gastgeber China (ab 14 Uhr im LIVE!-Ticker) an. Löw will mit seinem Team den Personal-, Termin- und Wetterproblemen trotzen. “Wir wussten natürlich, welche Problematik auf uns zukommt mit dem Pokalfinale und der U 21-EM. Trotzdem haben wir gesagt, wir haben eine Rückspiel-Verpflichtung gegen China. Und wir sind Repräsentanten des deutschen Fußballs auf dem asiatischen Markt. Wir werden wichtige Erkenntnisse mitnehmen, vor allem was die jungen Spieler betrifft”, bemerkte der Bundestrainer, der in Asien auf insgesamt 17 Nationalspieler verzichten muss. Quelle: sport1.de

Werder Bremen hat alle Sympathien verspielt

Werder Bremen war viele Jahre allen sympathisch, die Bayern München mit seiner Arroganz, den prallen Geldsäcken und der erdrückenden Erfolgsbilanz nicht mochten. Doch diese Zuneigung ist nun aufgebraucht. Denn zu oft hat Werder Bremen zuletzt ein gespaltenes Verhältnis zu Fairness und Aufrichtigkeit gezeigt. Jeder deutsche Fan ertappt sich im Europapokal dabei, dass er Teams seiner Nation die Daumen drückt, wenn der eigene Lieblingsklub nicht vertreten ist. Gerade Werder Bremen diente viele Jahre als sehr geeignete Projektionsfläche, weil der Klub allen sympathisch wurde, die Bayern München mit seiner Arroganz, den prallen Geldsäcken und der erdrückenden Erfolgsbilanz nicht mochten. Werder Bremen konnte jeder mögen, weil der Klub den Dauer-David gab, der verlorene Spiele mit Kampf wendete, der sich auch mal gegen Große erfolgreich wehrte, der stets seine besten Spieler teuer verkaufen musste und durch preiswertere Akteure zu ersetzen wusste. Diese Zuneigung haben die Bremer sich über Jahre mühsam aufgebaut. Nun ist sie aufgebraucht, binnen nicht mal einer halben Saison. Echtes Mitleid nach dem Uefa-Pokalfinale verspürten nur wenige der Gelegenheitsfans in ganz Deutschland. Fast scheint es, als genieße nun im DFB-Pokalfinale kommende Woche sogar ein Retortenklub wie Bayer Leverkusen – sonst bundesweiter Popularität unverdächtig – mehr Rückendeckung. Zu oft hat Werder Bremen zuletzt ein gespaltenes Verhältnis zu Fairness und Aufrichtigkeit vorgeführt. Vielleicht wäre es im Profifußball sogar nachvollziehbar gewesen, wenn ein Klub wie Werder den Wettbewerb in der Bundesliga verzerrt, weil er da keinen Blumentopf mehr gewinnen kann und egoistisch Stars schont, um in Pokalspielen auftrumpfen zu können. Blöd wird es, wenn die Wahrheit so gedehnt wird, dass die angeblich verletzten Helden wie Diego in der Bremer Provinz bei Gaudi-Spielen antreten. Die Niederlagen beim 1. FC Köln und gegen den Karlsruher SC hat der Klub billigend in Kauf genommen. Auch in Wolfsburg zählte nur: Es darf sich keiner für das wichtige DFB-Pokalendspiel verletzen. Viele Peinlichkeiten garnieren den Sympathieverlust beim Absteiger der Herzen: Dass der Klub seiner Fürsorgepflicht nachkommt, indem er Ärzte gegen den eigenen Stürmer Ivan Klasnic stützt, der Behandlungsfehler beklagt. Dass der früher wegen seiner Sachlichkeit beliebte Klubchef Jürgen Born wegen ungeklärter Transferseltsamkeiten zurücktrat. Dass der nicht nur zu Sonnenbank-Exzessen neigende Torwart Tim Wiese Gegner öffentlich via Megaphon beleidigt. Alles hat dazu geführt, dass wohl viele Fans beim Siegtor von Donezk nicht bar jeder Schadenfreude dachten: Ein Weltklassetorhüter hätte das verhindert. Quelle: www.welt.de

Millionen-Pleite zehrt an Berlin’s Substanz

Wegen der verpassten Champions-League-Chance muss Berlin noch einen Leistungsträger ziehen lassen. Es könnte sogar Friedrich sein. “Glaubt mir: Irgendwann werden wir Deutscher Meister!” Hertha-Verteidiger Josip Simunic war von seinen Gefühlen geleitet, als er diesen Satz am Sonntag sprach – zu Tränen gerührt vom Applaus der rund 700 Mitglieder auf der Berliner Jahreshauptversammlung. Sein Trainer Lucien Favre – nicht direkt als Gefühlsmensch bekannt – machte am selben Tag eine Ansage, die genau in die gegenteilige Richtung ging. Er widerrief im Gespräch mit einem Fernsehsender die zu seinem Amtsantritt ausgerufene Zielsetzung, aus der Hertha einen Titelanwärter zu formen Verpasste Chance bewirkt Kettenreaktion Aus Favre sprach da keine Emotion. Nur der nüchterne Blick für die Realitäten, denen sich die Hertha nach der 0:4-Pleite in Karlsruhe stellen muss. Durch das Scheitern in der Champions League ist der Hertha eine Chance durch die Lappen gegangen, die so schnell nicht wiederkommt. Und sie hat eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, durch die der Hauptstadtklub sich jetzt nach unten orientieren muss: Durch das Verpassen der Champions League entgehen Berlin Millionen, die nun durch Transfererlöse wieder hereingeholt werden müssen – die Folge: dem Hertha-Kader droht ein schmerzhafter Substanzverlust. Voronin und Pantelic bringen keinen Cent Der ist ohnehin schon gegeben durch die feststehenden Abgänge der beiden Torjäger Andrej Voronin und Marko Pantelic: Der von Liverpool ausgeliehene Voronin ist ohne die Champions-League-Millionen nicht zu finanzieren, während Favre sich den divenhaften Unruhestifter Pantelic schlicht nicht länger antun wollte. Was besonders bitter daran ist: Der ablösefreie Pantelic bringt der verschuldeten Hertha wie Voronin keinen Cent ein. Ein Leistungsträger muss weg Hertha allerdings muss laut Finanzchef Ingo Schiller den Personaletat von 33,6 auf 28 Millionen senken und einen Transferüberschuss von 5 Millionen erzielen – die logische Folge: mindestens ein Leistungsträger muss gewinnbringend verkauft werden. Und in Berlins Zeitungen gehen schon die Mutmaßungen los, wen es trifft… Friedrich-Abgang nicht ausgeschlossen Ein Kandidat wäre Gojko Kacar. Die “BZ” berichtet, dass der serbische Mittelfeldspieler für zehn Millionen Euro gehen könnte, unter anderem ist er bei Schalke 04 im Gespräch. Andere Namen, die im Spiel sind, wären der Brasilianer Raffael – oder auch Kapitän Arne Friedrich. Möglich, dass der Nationalspieler, der in dieser Saison erst bis 2012 verlängert hat, einem Tapetenwechsel gar nicht abgeneigt ist. Schon im Vorjahr baggerte der VfB Stuttgart am 29-Jährigen. Friedrich hat gerade seinen Unmut darüber bekundet, dass er im Saisonendspurt nicht von Favre berücksichtigt wurde, weil der ihn nach seiner Knieverletzung noch für nicht fit genug hielt. “Ich war absolut fit und heiß und hätte dem Team helfen können”, ließ Friedrich wissen: “Das muss jetzt der Trainer verantworten.” Seine Meinung: “Als Kapitän muss man in so einer wichtigen Phase spielen.” Auch Simunic könnte es treffen Simunic gehört ebenfalls zu den Verkaufskandidaten. Im Vertrag des Kroaten ist eine Ausstiegsklausel verankert. Gegen eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro könnte er die Hertha verlassen. “Es ist gut möglich, dass ich den Verein wechsle”, sagte Simunic nun. “Ich bin jetzt 31 Jahre und habe relativ spät gemerkt, was es bedeutet, um Titel zu spielen. Das möchte ich weiter erleben.” Es hört sich nicht an, als würde er noch glauben, dass er sein Titelversprechen bei der Hertha noch selbst einlösen kann. Quelle: sport1.de

Hoeneß warnt Schweinsteiger und andere “Mitläufer”

Der Bayern-Manager kritisiert Schweinsteiger. Für sein Gehalt müsse der mehr leisten. Ribery ist nicht länger unverkäuflich. Nach dem vollzogenen Transfer von 30-Millionen-Euro-Mann Mario Gomez sollen bei Bayern München bis Mitte Juni auch die letzten noch angestrebten Kaderverstärkungen abgeschlossen sein. “Ich denke, dass wir bis dahin alle Weichen gestellt haben”, sagte Manager Uli Hoeneß mit Blick auf seinen Urlaubsbeginn am 12. Juni. Anfang Juni werde der künftige Trainer Louis van Gaal für zwei Tage nach München kommen, “um Transfers konkret abzustimmen”. Mit den Planungen für die kommende Saison hat Hoeneß auch eine deutliche Warnung an das derzeitige Personal verknüpft, beispielsweise an Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Hoeneß: Anspruch und Bezahlung müssen übereinstimmen “Man muss ihm die Frage ganz klar stellen, ob er weiterhin nur ein Mitläufer sein will. Ob das, was er im letzten Jahr gezeigt hat, so ist, wie er es sich bei uns vorgestellt hat”, sagte der 57-Jährige. Generell müsse der Anspruch, den der Rekordmeister an die Profis stellt, mit deren Bezahlung übereinstimmen. An der Leistung werden die Spieler gemessen: “Die Leistung stimmt nicht bei jedem hunderprozentig mit dem überein, was in den Verträgen steht. Wie radikal der Wechsel irgendwann sein muss, müssen wir nochmal besprechen.” “Lockere Anfrage” für Ribery An einen Verkauf von Franck Ribery oder Philipp Lahm denkt Hoeneß nach wie vor nicht. Zumal es bisher nur eine “lockere Anfrage” von Manchester United für den Franzosen gegeben habe. “Für 40 Millionen Euro würde ich nicht mal den Hörer abnehmen”, sagte Hoeneß. Ganz ausschließen wollte der Manager einen Verkauf des Superstars aber nicht: “Wenn wir ihn abgeben würden, dann wären wir zu der Entscheidung gekommen, dass uns das viele Geld hilft, die Mannschaft so zu verstärken, dass sie insgesamt stärker wird.” Fitnesstrainer und Psychologe bleiben Ob ManUnited einen weiteren Vorstoß unternehmen wird, hänge von der Zukunft von Weltfußballer Cristiano Ronaldo ab. Der Portugiese war zuletzt bei Real Madrid im Gespräch. Beschlossen ist derweil, dass die von Ex-Coach Jürgen Klinsmann installierten Fitnesstrainer Darcy Norman und Marcelo Martins bleiben: “Die behalten wir. Die sind super. Auch Philipp Laux, der Psychologe, bleibt”, sagte Hoeneß. Lahm beklagt deutsche Schwäche in der Champions League Bayern-Verteidiger Philipp Lahm hat sich unterdessen zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Spieler geäußert. “Ich denke, wenn wir die internationalen Ergebnisse in Betracht ziehen, ist in diesem Jahr kein deutscher Spieler aufgeblüht, weil wir in der Champions League keine Rolle spielen”, erklärte er. Seine Zukunft beim FC Bayern ließ Lahm weiter offen. Quelle: www.sport1.de

Jol-Abgang zu Ajax perfekt – kommt Slomka?

Schock für den Hamburger SV: Martin Jol wird bei Ajax Amsterdam ab sofort Nachfolger des zurückgetretenen Marco van Basten. Nun sucht der HSV einen neuen Coach. Dies gab der niederländische Rekordmeister am Dienstagnachmittag bekannt. Der 53-Jährige erhält demnach einen Dreijahresvertrag. Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer, der selber in der Kritik steht, wollte sich dagegen nicht äußern. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass ihm nach Informationen des “Spiegel” die Entlassung droht. Der Vorwurf: Beiersdorfer habe in der Winterpause nach den Abgängen von Nigel de Jong und Vincent Kompany keinen gleichwertigen Ersatz gefunden. Hoffmann: Trennung ist besser Jol hat sich mit Ajax offenbar bereits am Montag darauf geeinigt, Nachfolger von Marco van Basten zu werden. HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann äußerte sich zur Entwicklung auf der HSV-Vereinshomepage: “Die Entwicklung der vergangenen Tage kam absolut überraschend. Wir hatten zuletzt viele Gespräche. An deren Ende stand die Erkenntnis, dass es für beide Seite die beste Lösung ist, wenn wir uns trennen.” Martin Jol selbst betonte als “Freund” zu gehen und berichtete von “einem wunderbaren Jahr in Hamburg”. Sein Haus in der Elbmetropole wolle er behalten. “Ich habe ein Angebot von Ajax Amsterdam erhalten, das langfristig eine sehr reizvolle Aufgabe darstellt und mir eine gute persönliche Perspektive bietet”, erklärte er. Slomka Favorit auf Nachfolge Favoriten auf die Nachfolge bei den Hamburgern ist der ehemalige Schalker Mirko Slomka, zudem wird Bayer Leverkusens Coach Bruno Labbadia genannt. Slomka lobte den HSV für seine “absolute internationale Qualität”. Und er zeigte sich dem Job gegenüber nicht abgeneigt. “Es ist sicherlich noch alles Spekulation”, meinte Slomka, “aber natürlich würde ich mich über einen Anruf aus Hamburg sehr freuen.” Zukunft der Assistenten noch unklar Am Dienstag hatte der HSV im Fall Jol zunächst von “Spekulationen” gesprochen, dann aber Gespräche bestätigt. Dort ging es offenbar um die Ablösemodalitäten für Jol, der beim HSV noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 hatte. Damit dürften auch die Co-Trainer Cornelis Jol, Ricardo Moniz, Zeljko Petrovic und Michael Lindeman den Klub verlassen. Offen ist allerdings, ob sich Ajax auch die Einstellung der Assistenten leisten kann, zumal Jol in Hamburg mit geschätzten 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt der teuerste Coach der Vereinsgeschichte war. Bei einer Absage von Jol wäre der ehemalige Kapitän und derzeitige Sportdirektor Danny Blind die Alternative der Amsterdamer gewesen. Zuvor hatte der dänische Nationaltrainer Morten Olsen abgesagt, der das Team schon von 1997 bis 1999 betreut hatte. Kritik nach drei verpassten Titelchancen Jol war nur eine Saison beim HSV, den er von Landsmann Huub Stevens übernommen und durch das 3:2 am letzten Spieltag in Frankfurt doch noch als Tabellenfünfter in die Europa League geführt hatte. Allerdings war zuletzt Kritik am Chefcoach aufgekommen, nachdem die Mannschaft in der Schlussphase drei Titelchancen in Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA-Cup verspielt hatte. Daher war auch die avisierte Vertragsverlängerung mit Jol auf Eis gelegt worden. Unstimmigkeiten mit Vereinsboss Bernd Hoffmann sollen dann den Ausschlag für den Abgang gegeben haben. Forderungen nach Verstärkungen abgelehnt? Hoffmann soll die Forderungen des Trainers nach Verstärkungen aufgrund der geringeren Einnahmen in der neuen Spielzeit abgelehnt haben: “Es ist das legitime Interesse eines jeden Trainers, sich die besten Spieler zu wünschen. Das deckt sich natürlich auch mit unseren Vorstellungen”, argumentierte Hoffmann nun. Und weiter: “Es geht allerdings bei aller Risikobereitschaft nur in wirtschaftlich vertretbarem Maß. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel in die Mannschaft investiert.” Er versprach: “Auch im kommenden Jahr werden wir uns verstärken und eine sehr gute Mannschaft an den Start schicken.” Jol hatte nach den Halbfinal-Pleiten gegen Werder Bremen mehrfach die fehlende Qualität im Kader beklagt, was bei der HSV-Führung für Unmut gesorgt hatte. Der dreimalige holländische Nationalspieler und Ex-Profi des FC Bayern hatte vor seinem ersten Engagement in der Bundesliga bei Tottenham Hotspur, RKC Waalwijk, Roda Kerkrade, SVV Scheveningen und ADO Den Haag gearbeitet. Quelle: www.sport1.de

Champions-League: Duell der Giganten

Wenn Cristiano Ronaldo und Lionel Messi am Mittwoch in Rom zum Duell antreten, sind schon alle Superlative genannt. Der Rummel um die beiden besten Fußballer der Welt nimmt vor dem Champions-League-Finale riesige Ausmaße an. Beim Showdown zwischen Titelverteidiger Manchester United und dem FC Barcelona stehen sie im Fokus, Weltfußballer Ronaldo im ManU-Trikot, “Vize” Messi in dem von Barca.Sogar Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson verliert bei der Beschreibung der beiden Superstars alle Parteilichkeit und Zurückhaltung: “Die beiden wurden bei der Geburt beschenkt.” Superstars aus bescheidenen Verhältnissen Viel mehr als Talent und Willenskraft lag allerdings nicht in der Wiege. Der 24 Jahre alte Portugiese Ronaldo und der 21 Jahre alte Argentinier Messi haben einen atemberaubenden Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen gemein. Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro ist Sohn des Gärtners Jose Dinis und der Köchin Maria Dolores, benannt nach dem US-Präsidenten Ronald Reagan, dem Lieblingsschauspieler seines Vaters. Waschmaschine unter der Decke Ronaldos Jugendhaus in Funchal auf der Blumeninsel Madeira wurde als “Schandfleck der Stadt” abgerissen, bevor er berühmt wurde. Dort hatten die Eltern die Waschmaschine oft unter die Decke gehängt, um Platz für Cristiano und dessen drei Geschwister zu schaffen.Mit elf Jahren ging Ronaldo in das Jugendinternat von Sporting Lissabon, in dem auch Luis Figo groß wurde. Er war todunglücklich, wurde als Provinzling gehänselt, prügelte sich häufig und biss sich durch. Nach einem Testspiel gegen Sporting überredeten United-Spieler, die Ronaldo im Spiel wie Stümper hatte aussehen lassen, Teammanager Ferguson noch im Flieger, den Wunderknaben zu verpflichten – der Beginn einer schillernden Karriere. Messi-Vertrag auf der Serviette Messi litt in seiner Kindheit unter seiner Kleinwüchsigkeit, die paradoxerweise seinen kometenhaften Aufstieg auslöste. Sein Vater, ein Stahlarbeiter, konnte das Geld für die teure Hormonbehandlung nicht mehr aufbringen. Die Wirtschaftskrise in Argentinien fegte die letzten Zweifel beiseite, alles auf eine Karte zu setzen.Im Jahr 2000 flüchtete die sechsköpfige Familie nach Barcelona. Klein Lionel, gerade mal 13 Jahre alt und keine 1,40 m groß, war die letzte Hoffnung der Messis auf eine bessere Zukunft. Die Rechnung ging auf. Barcas Nachwuchscoach Carlos Rexach setzte nach Messis erstem Probetraining einen Vertrag auf einer Serviette auf, damit kein Klub den Katalanen mehr zuvorkommen konnte. 150 Millionen Euro als Ablöse festgelegt Die Hormonbehandlung in Form von täglichen Spitzen in beide Beine – vier Jahre lang – gab’s umsonst dazu. Heute ist Messis Ablösesumme auf 150 Millionen Euro festgeschrieben. Wer von beiden der bessere Fußballer ist, liegt im Auge des Betrachters. In puncto Spielwitz, Schnelligkeit und Auffassungsgabe stehen sich beide wohl in nichts nach. Der muskulöse Ronaldo, dessen Schusstechnik den Ball oft in eine scheinbar physikalisch unmögliche Flugbahn befördert, ist ohne Frage die schillerndere Persönlichkeit.Vielleicht liegt es an den Hänseleien in seiner Kindheit, dass viele seiner Aktionen auf dem Spielfeld wie die eines Profilneurotikers wirken. Seine Schwalben, seine Gesten, seine Rituale vor der Ausführung eines Freistoßes triefen häufig vor Theatralik, obwohl Ferguson ihm die meisten Flausen schon ausgetrieben hat. “Ferguson ist wie ein Vater für mich” Ronaldo ist dankbar dafür. “Ferguson ist wie ein Vater für mich”, sagt er und wiederholt diesen Satz gerne, wenn mal wieder Gerüchte über einen Wechsel zu Real Madrid aufkommen. Messi, mittlerweile knapp 1,70 m groß, ist nicht so robust und schussgewaltig wie Ronaldo, kommt aber mit weniger Allüren aus und ist wohl noch schwerer vom Ball zu trennen. Sein großer Landsmann Diego Maradona beschrieb sein Spiel so: “Es ist fantastisch. Der Ball ist Teil seines Körpers, und es ist unmöglich, beides voneinander zu trennen.”Solche Zitate tragen dazu bei, dass der Rummel um die Superstars immer größer wird, je näher das “Finalissma” in Rom rückt. Beiden wird der Hype allmählich zu groß, Messi sowieso, aber auch Ronaldo. “Ich könnte das Finale nicht ohne meine Mannschaft gewinnen”, sagt Ronaldo, und Messi ergänzt: “In Rom spielen zwei Mannschaften um die Krone, nicht zwei Spieler.” Quelle: sport1.de

Video: EU: Opel europäisch lösen

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Nach Kritik der belgischen Regierung an etwaigen Alleingängen Deutschlands in der Opel-Krise hat die EU-Kommission ein europäisches Herangehen angemahnt. Am Freitag sollen sich die EU-Wirtschafts- und Industrieminister in Brüssel treffen.

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Gomez: “Hatte keine Lust aufs Ausland”

Der Stürmer begründet seine Entscheidung für den Wechsel nach München – der noch teurer sein könnte als bislang angenommen. Als allererstes entschuldigte sich Mario Gomez. “Ich bin noch halb im Schlaf und relativ fertig”, teilte er den Reportern in Schanghai auf der Pressekonferenz vor dem Länderspiel gegen China mit. Kein Wunder: Zehn Stunden Flugreise hatte der Stürmer in den Knochen – dazu einen anschließenden Fiebertest, mit dem die chinesischen Behörden ermittelten, ob die Passagiere Symptome der Schweinegrippe haben. Dass er dann noch gefühlt genauso lang den Ausführungen der DFB- und DFL-Oberen über den sportlichen und wirtschaftlichen Wert der Asienreise lauschen musste – mitsamt ausladender chinesischer Übersetzung -, half wohl auch nicht direkt gegen die Müdigkeitsgefühle. “Keinen Grund” fürs Ausland Aber da musste er durch, schließlich wartete jeder gespannt auf Gomez ersten öffentlichen Auftritt nach Bekanntgabe seines Wechsels vom VfB Stuttgart zum FC Bayern. Warum Bayern? Warum ist er nicht in Stuttgart geblieben oder ist ins Ausland gegangen? Das waren die drängenden Fragen. Und Gomez war noch fit genug für klare Antworten. “Ich habe keinen Grund gesehen und ich hatte auch keine Lust, ins Ausland zu gehen”, hielt Gomez fest. Internationaler Titel im Visier “Die Bundesliga ist sehr attraktiv, und Bayern kann international mithalten”, befand der 23-Jährige. Er wolle in seiner Karriere “den nächsten Schritt” gehen – und den sieht er in München: “Ich will international etwas gewinnen und in der Meisterschaft voll angreifen.” Die Konkurrenz im Bayern-Sturm fürchte er nicht: “Die ist mir bewusst und die habe ich auch gesucht. Ich will mich nicht nur in den Spielen beweisen, sondern auch Tag für Tag im Training.” “Interesse nie abgebrochen” Stuttgart zu verlassen, sei “keine leichte Entscheidung” gewesen. Aber: “Ich bin ein Sportler, der erfolgreich sein will. Die Chance sehe ich in Bayern besser als in Stuttgart.” Gomez berichtete in der Pressekonferenz von Angeboten aus England und aus Italien, die er auch deshalb abgelehnt hätte, weil die Bayern schon so lange um ihn geworben hatten. Das Interesse wäre “nie abgebrochen – auch nicht nach der verkorksten EM oder der schwierigen Hinrunde”. Entscheidung erst nach Saisonfinale Gomez beteuerte allerdings, dass er den Entschluss zu Gunsten der Bayern erst nach dem Saisonfinale – in dem die Bayern Stuttgart im direkten Duell um die unmittelbare Champions-League-Qualifikation besiegten – gefasst hätte. “Die Entscheidung habe ich von Samstagabend bis Dienstag getroffen”, so Gomez. Nach der Asienreise werde dann der Vertrag unterschrieben. Er sprach von den vielleicht “wichtigsten Stunden meiner Karriere”. Noch mehr als 30 Millionen? Auf die Bayern könnten beim Gomez-Deal noch größere Kosten zukommen als die 30 Millionen Euro von denen bisher die Rede war. Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass die festgeschriebene Ablösesumme in Gomez’ Vertrag für einen Wechsel zu Bayern angeblich noch höher ist. Eine andere Variante, die kursiert, ist, dass die in der Klausel fixierten 30 Millionen nur die Mindestsumme sind und die Stuttgarter den Bayern eine noch höhere Ablöse abhandeln könnten. Gemunkelt wird auch von einer erneuten Zahlung an Stuttgart, sollte Gomez weiterverkauft werden. Quelle: sport1.de

Peking bietet für Opel: „Die Chinesen wollen Eisenach“

Eine Kooperation mit Deutschland gibt es schon: Werkhalle von BAIC und Daimler in Peking

Es gilt als ernsthaft, kommt aber wohl zu spät: Das Angebot der Beijing Automotive Industry Corp. (BAIC) für Opel wird kaum mehr geprüft werden können. Die Chinesen hätten sowieso wenig Aussicht auf den Zuschlag gehabt.

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