Kopfverletzungen: Alkohol schützt das Hirn

Kopfverletzungen: Alkohol schützt das Hirn

Etwas Alkohol im Blut kann die Überlebenschance nach Kopfverletzungen erhöhen. Das schließen US-Forscher aus einer Analyse der Daten von 38 000 Patienten.Die Datenauswertung ergab: Hirnverletzungen waren weniger schwerwiegend, wenn die Patienten zum Zeitpunkt ihres Unfalls leicht alkoholisiert waren. Die Ärzte konnten sie zudem schneller aus der Intensivstation entlassen. Aus diesem Ergebnis wollen die Wissenschaftler um Ali Salim vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles kein Plädoyer für mehr Alkohol im Alltag oder gar im Straßenverkehr ableiten. Sie können sich jedoch vorstellen, verunglückten Menschen mit einer Kopfverletzung etwas Alkohol einzuflößen, um ihre Überlebenschance zu erhöhen. Alkohol setzt die Reaktionsfähigkeit und die Aufmerksamkeit herab und ist daher für jeden fünften tödlichen Autounfall verantwortlich. Allerdings scheint Alkohol auch positive Effekte auf den Stoffwechsel zu haben. Dazu gehört möglicherweise eine nervenschützende Wirkung, wie die Studienergebnisse nahelegen. Von den 38 000 Patienten mit Hirnverletzungen waren fast 40 Prozent zum Zeitpunkt ihres Unfalls alkoholisiert gewesen. Dabei handelte es sich überwiegend um jüngere Patienten. Sie wiesen weniger schwerwiegende Hirnverletzungen sowie niedrigere Werte auf der „Glasgow Koma-Skala“ auf. Diese Werte sind ein Indikator für die Schwere der Bewusstseinsstörung, welche nach einer Hirnverletzung zurückbleiben kann. Die Patienten benötigten auch weniger künstliche Beatmung als nicht alkoholisierte Unfallopfer. Normalerweise führt Alkohol im Blut zu mehr Komplikationen bei Operationen oder ernsten Verletzungen. Nur für Hirnverletzungen scheint das nicht zu gelten, schreiben die Forscher in den „Archives of Surgery“. Der Schutz, für den die Wissenschaftler keine Erklärung liefern können, gilt außerdem nur für niedrige Alkoholwerte. Welche Zusammenhänge zwischen mäßigem Alkoholkonsum und Hirnschutz bestehen und inwieweit sie therapeutisch im Fall eines Schädel-Hirn-Traumas nutzbar sind, müssten weitere umfangreiche Studien erst noch klären, so die Autoren. Quelle: FOCUS

BGH-Urteil – Mieter dürfen ihre Wände farbig streichen
Der Vermieter darf die Wandfarbe nicht vorschreiben Laut BHG-Urteil sind Farbwahlklauseln im Mietvertrag unwirksam, die dem Mieter das „Weißen“ der Wände vorschreiben. Ihre Rechte als Mieter.

+++Krisenticker+++ – Pommes werden kleiner
Auch das noch! Pommes frites und Chips fallen in diesem Jahr voraussichtlich kleiner aus als sonst. Grund: Kartoffel-Krise wegen des warmen Wetters.
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Angela Merkel – abhängig von Demoskopen

Umfragen werden zum Gespenst für Kanzlerin Angela Merkel. In der Union wächst die Sorge, dass es wieder wie 2005 nicht reicht für Schwarz-Gelb. Schon versuchen gestandene Christdemokraten wie Koch und Pofalla, die letzten Getreuen zu mobilisieren. Alle warnen vor der großen Koalition. Da hat es der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) der aktiven politischen Klasse mal wieder so richtig gegeben. Er warf seinen Sozialdemokraten und der CDU “Feigheit vor den Meinungsumfragen” vor. Die Regierungsparteien hätten verteidigen können. was sie gemeinsam getan haben. Themen, die die Menschen sehr berühren, so der Zeit-Herausgeber, würden nicht wirklich behandelt. Tatsächlich haben sich die führenden Politiker den Demoskopen ergeben. Allen voran die Kanzlerinpartei. Sie werden nervös. Das große Zittern beginnt wieder bei Angela Merkel und ihrer CDU. Wird der Vorsprung in den Umfragen halten bis zur Bundestagswahl am Sonntag? Die Kanzlerin leidet unter dem Trauma von 2005, als ihr wölfischer Widersacher Gerhard Schröder mit einer Grob-Kampagne Erfolg hatte. Ein Schröder ist SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier nicht. Und doch schmilzt bei den Demoskopen der Vorsprung einer schwarz-gelben Koalition, Merkels Wunschformation. Schon appelliert der CDU-Vize und hessische Ministerpräsident Roland Koch an seine Partei, mehr Einsatz zu zeigen: “Niemand sollte glauben, dass wir die Bundestagswahl von der Zuschauertribüne aus gewinnen“, erklärte er im Hamburger Abendblatt. Das gelte für jeden einzelnen CDU-Anhänger genauso wie für die CDU-Führung. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla wirkt auch alles andere als zuversichtlich. “Es war immer klar, dass es ein knappes Rennen wird”, sagt er, die Wahl werde auf der Schlussgeraden entschieden. Am morgigen Donnerstag will Pofalla das Signal für eine “72-Stunden-Schlusskampagne” der CDU geben. Seine Partei wolle um jede Stimme kämpfen. Die Zahlen der Meinungsforscher ängstigen die Strategen der Union offenbar – auch vor dem Hintergrund, dass rund ein Viertel der Wähler noch nicht weiß, was es wählen wird. Nach dem aktuellen “Stern-RTL-Wahltrend“ kann die Union nur noch mit 35 Prozent der Stimmen rechnen – zwei Punkte weniger als in der Umfrage, die der Stern und RTL direkt nach dem TV-Duell zwischen Merkel und Steinmeier durchführen ließen. Die Liberalen kommen auf 13 Prozent, beide gemeinsam könnten 48 Prozent erzielen. Dagegen sieht das Handelsblatt – Quelle: eine Umfrage der Berliner Info GmbH – die Allianz nur bei 46 Prozent. Die SPD käme mit den Grünen und den Linken auf 49 Prozent. “Schwarz-Gelb geht die Puste aus”, titelt das Wirtschaftsblatt. “Dramatisch” fällt laut dem Institut Info GmbH die Wende bei der Frage aus, welche Koalition in Deutschland erwartet werde. Schwarz-Rot schießt demnach von 25 auf 43 Prozent, Schwarz-Gelb sackt von 47 auf nur noch 32 Prozent. Gleichzeitig ergehen sich die Vertreter der großen Koalition in Missfallensbekundungen gegenüber einer Verlängerung ihrer Arbeit. Das Nervenkostüm der Fraktionen sei “angespannt“, hat Steinmeier beobachtet, die Bereitschaft in beiden Parteien, noch einmal eine große Koalition einzugehen, ist gering.” Bei einer Umfrage des Allensbach-Instituts liegt Schwarz-Gelb immerhin mit 48,5 Prozent noch vorn; 35 Prozent entfallen auf die Union. Die SPD erreicht demnach 24 Prozent, die Linken schaffen 11,5 Prozent und die Grünen elf Prozent. Ein auffälliger Unterscshied zu 2005 sei die “stabile Unschlüssigkeit” der Wähler, so Institutschefin Renate Köcher. CDU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach treibt erkennbar die Angst vor dem Flop um. “Den Leuten ist schon die Sorge anzumerken, dass es für Schwarz-Gelb nicht reicht.“ Und der Koalitionspartner in spe, die FDP, erkennt, dass die “eindimensionale Wirtschaftspolitik“ der Union ein Schuss in den Ofen sein könnte. CDU/CSU hätten es versäumt, in die Zukunft zu investieren und eine Forschungsoffensive zu fahren: “Ludwig Erhard hätte sich nicht nur auf Warnen und Mahnen beschränkt.“ Das geht gegen Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), den angeblichen Superstar des Kabinetts. Viel Arbeit also für Kanzlerin Merkel, die präsidiale Wahlkämpferin, die in Adenauers Nostalgie-Zug (Rheingold-Express) jüngst besonders glücklich schien. In der Bevölkerung hat sie deutlich an Sympathie verloren. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich nach dem “Stern-RTL-Wahltrend“ nur noch 49 Prozent für sie entscheiden, das sind sieben Punkte als vor neuen Tagen. Steinmeier konnte sich um zwei Punkte auf 26 Prozent steigern. Merkel setzt im Finish auf schöne Bilder aus Pittsburgh. Sie trifft auf dem G-20-Gipfel die wichtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt. Sie wird dann neben Barack Obama, Nicolas Sarkozy und all den anderen Top-Politikern zu sehen sein und Maßnahmen gegen die Finanzkrise verkünden. Sie wird noch einmal die große Pragmatikerin sein, die Erste einer Politik der kleinen Schritte ist. An diesem Mittwoch, vor dem US-Trip, redet sie in Bad Kissingen und in Wuppertal und am Samstag heizt sie dann ihren Fans bei der CDU-Abschlusskundgebung in der Berliner “Arena Treptow“ ein. Steinmeier dagegen kann nicht mit dem Faktor Pittsburgh punkten. Er reist bis Samstag durch Deutschland: von Hamburg, Trier, Regensburg, Berlin, Dresden nach Detmold, in seine westfälische Heimat. Vielleicht meldet sich sein früherer Chef Schröder noch einmal zu Wort, aus Spaß an der wachsenden Nervosität der Union. Man weiß ja nie. Vielleicht kann er helfen, dass Steinmeier Außenminister in einer schwarz-roten Koalition bleibt. Das aber wäre wohl der Anfang vom Ende der Angela Merkel. Quelle: Süddeutsche

Vor der Wahl: Merkel will einheitliches Rentensystem

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat nun ein einheitliches Rentensystem für Deutschland angekündigt. Dazu soll eine parteienübergreifende Lösung gefunden werden. Sie erhält dabei Unterstützung von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD), der ebenfalls eine parteienübergreifende Lösung anstrebt. Das unterschiedliche Rentensystem in Ost und West würde als ungerecht empfunden. Dazu sagte allerdings der CDU-Fraktionsvize Ralf Brauksiepe: “Es gibt eine Diskrepanz zwischen der gefühlten Ungerechtigkeit im Osten und der tatsächlichen Lage.” Der VdK mahnte ebenfalls zur Angleichung der Renten in Ost und West. Die VdK-Vorsitzende Ulrike Mascher gab aber zu bedenken: “Dann kann aber die Besserstellung der Ostler nicht beibehalten werden”. Die FDP wäre auch für eine Angleichung, dabei müsse aber der Besitzstand gewährleistet bleiben. Quelle ShortNews

Bruce Springsteen – Der Boss wird 60!
Bruce Springsteen: Der Boss feiert seinen 60. Geburtstag Seit drei Jahrzehnten zählt er zu den Größen des Musikgeschäfts, prägte die Rockkultur: Jetzt feiert Bruce Springsteen seinen 60. Geburtstag!
Foto: AP


Werder auch im Pokal ohne Özil

Bremen (dpa) – Werder Bremen muss auch im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli auf Fußball-Nationalspieler Mesut Özil verzichten. Wie Werder-Coach Thomas Schaaf mitteilte, fällt Özil definitiv aus. Der Mittelfeldspieler laboriert weiterhin an einer Knieverletzung. Für den 20-Jährigen soll wie beim 0:0 im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen Aaron Hunt hinter den Spitzen spielen. Marko Marin rückt wieder in den Angriff neben Claudio Pizarro. Schaaf forderte sein Team vor der Partie gegen den Zweitligisten auf, von Beginn an der Favoritenrolle gerecht zu werden. «Wir müssen dominant sein», sagte Schaaf, der taktisch disziplinierte Gäste erwartet. Die Hamburger haben trotz des 1:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga kaum etwas von ihrem Selbstbewusstsein eingebüßt. «Wir haben nicht den Druck, gewinnen zu müssen. Allerdings wollen wir gewinnen», sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski. Kapitän Fabio Moreno ergänzte: «Wir fahren da hin, um zu gewinnen.» Der ehemalige Bremer Max Kruse brennt auf einen Einsatz von Beginn an für die Gäste. Kruse spielte dreieinhalb Jahre für Werder. Die Hamburger haben an Bremen gute Erfahrungen. Im Februar 2006 bebte das Millerntor, als St. Pauli als damaliger Drittligist Werder im DFB- Pokal-Viertelfinale 3:1 besiegte. Der Favorit will an diese Partie mittlerweile keine Gedanken mehr verschwenden. «Das Spiel spielt keine Rolle mehr», sagte Schaaf. Sein Team darf «zum ersten Mal seit gefühlten 15 Jahren» im Pokal wieder zu Hause spielen. In der vergangenen Saison absolvierten die Bremer auf dem Weg zum Pokalsieg nur Auswärtsspiele. Das letzte Heimspiel im DFB-Pokal fand am 31. Oktober 2007 im Weserstadion statt. Damals gewann Werder 4:0 gegen den MSV Duisburg. Quelle: Süddeutsche

Robbie Williams – „Es fällt mir sehr schwer, treu zu sein“
Robbie Williams: Ich habe einen selbstzerstörerischen Charakter Drei Jahre war Robbie Williams aus dem Rampenlicht verschwunden. Der Sänger gab zu seinem Comeback dem „Stern“ ein Interview.
Foto: AP


Alles nur rotgelb – Staubsturm stürzt Sydney ins Chaos
Fähren eingestellt, Flüge umgeleitet. Ein Staubsturm aus dem Outback hat die australischen Millionenstadt Sydney in ein Chaos gestürzt.
Foto: Getty Images


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