Föderalismusreform: Ausgeburt der Krise
Posted March 27th, 2009 byFöderalismusreform: Ausgeburt der Krise
WM 2010: Lehmann wieder im Adler-Dress?
Momentan steht nur fest, dass Jens Lehmann bereits einen schriftstellerischen Schlussstrich unter seine Karriere gezogen hat. Die finalen Worte der noch zu veröffentlichenden Autobiografie des 39-Jährigen könnten jedoch der WM in Südafrika gelten. Die “Süddeutsche Zeitung” spekulierte, der nach dem EM-Silber 2008 zurückgetretene Veteran stünde vor einem internationalen Comeback – weil seine Nachfolger alle zu schlecht sind. Zu schlecht, um den Rückweg eines dann 40-Jährigen in den Kasten der deutschen Nationalmannschaft zu verhindern? Ausgerechnet Bundestorwarttrainer Andreas Köpke und Oliver Kahn, haben neuerlich den Stein der Torwartdebatte ins Rollen gebracht. Dem zur Diskussion und zur Verfügung stehenden Quartett René Adler, Robert Enke, Tim Wiese und Manuel Neuer wird aus berufenem Munde das Gütesiegel Weltklasse abgesprochen. Von Lehmanns direkten Vorgängern als Nummer eins im deutschen Tor. Aber auch sie bekamen Zeit, sich zur Weltklasse zu entwickeln. Das deutsche Luxusproblem kehrt zurück: direkt vor der Weichenstellung in Richtung WM in Südafrika mit dem Doppelspieltag gegen Liechtenstein und in Wales. Und mit ihm vielleicht Lehmann. Nach 61 Länderspielen wollte der frühere Schalker, Dortmunder, Mailänder und Londoner in Stuttgart sein fußballerisches Gnadenbrot knabbern. Selbst sein Verbleib beim VfB ist noch nicht in trockenen Tüchern. Und dann soll Lehmann mit fast 41 Jahren Deutschland zum WM-Titel führen? Ein Titan fällt genauso wenig alljährlich vom Fußballhimmel wie eine Lichtgestalt. Insofern mutet die Panikmache um die Besetzung des deutschen Tores als nicht nur völlig unnötiger, sondern eminent störender Aktionismus auf. Und die Spekulation um eine Neuauflage Lehmanns im Dress mit dem (Bundes-)Adler bildet dessen Krönung. Noch einmal sei es erwähnt, dass selbst renommierte Nationen wie England jedes Mitglied des deutschen Torwartkaders umgehend einbürgern würden. Köpke ist der letzte im DFB noch für die Mannschaft Mit-Verantwortliche, der sich Weltmeister nennen darf. Selbstverständlich reizt dieser Titel, der Kahn verwehrt blieb, und den auch Lehmann vor zwei Jahren als Kahns Erbe nicht festzuhalten vermochte. Damals ging Lehmann aus einer ebenso langwierig wie leidenschaftlich geführten Torwartdiskussion als strahlender Sieger hervor. Vielleicht bringt er sich schon bald selbst wieder ins Spiel. Am Selbstbewusstsein sollte es ihm nicht mangeln. Würde auch der PR für seine Memoiren nicht schaden. Die kündigte der Verlag Kiepenheuer und Witsch bereits mit Titel und Buch-Identifikations-ID (ISBN): “Warum eigentlich gerade ich?” Antwort: Weil die anderen noch nicht gut genug sind. Italiens Legende Dino Zoff, mit 40 1982 noch Weltmeister (gegen Deutschland), lässt grüßen… Quelle
Daten-Affäre: Mehdorn unter Beschuss
Hitlers Prozess im Fernsehen: Wir von der Putschtruppe
Braune Schießbudenfiguren gegen blasse Richter: Ein Fernsehspiel stellt den Prozess gegen Hitler im Jahr 1924 nach. Der Versuch, das Versagen der damaligen Justiz aufzubereiten, scheitert grandios.
1. Bundesliga – Wechselt Diego für den WM-Traum?
Werder Bremen hinkt den eigenen Ansprüchen in der Bundesliga derzeit meilenweit hinterher. Aller Voraussicht nach werden die Grün-Weißen in der kommenden Saison erstmals seit fünf Jahren nicht in der Champions League dabei sein. Für Superstar Diego wird ein Wechsel deshalb immer wahrscheinlicher. Das Getümmel auf dem Bremer Trainingsplatz ist in diesen Tagen überschaubar. Neben vier verletzten sind acht weitere Akteure für ihre Nationalteams in aller Welt unterwegs. Doch Bremens derzeit Bester hat keine Einladung für das Auswahlteam seines Landes bekommen – wie so oft. Bei den Länderspielen der brasilianischen Nationalmannschaft in Ecuador und gegen Peru wird “Selecao”-Trainer Carlos Dunga auf die Dienste Diegos verzichten. “Dunga hat eine große Auswahl”, sagt der Bremer Spielmacher gegenüber “Sport Bild”. “Ich muss das akzeptieren.” Werders Nummer 10 gibt sich alle Mühe, diplomatisch zu bleiben. Doch dass er die Spiele seines Landes nicht dauerhaft vor dem Fernseher verfolgen will, ist selbstverständlich. “Die WM-Teilnahme in Südafrika ist mein Traum”, sagt Diego. Um sich im Kampf um die begehrten Fahrkarten für 2010 gegen seine Landsmänner durchzusetzen, ist das Mitwirken auf der großen internationalen Bühne nötig. “Es ist von Vorteil, wenn ich regelmäßig in der Champions League spiele”, betont Diego. Dass Diego von seinem Können her in Europas Elite-Wettbewerb mithalten könnte, steht außer Frage. Und in den vergangenen fünf Jahren war Werder Bremen auch immer in der Champions League dabei. Damit das auch in der kommenden Saison so bleibt, ist allerdings ein Fußball-Wunder nötig. Neun Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand der zehntplatzierten Bremer auf Rang drei 16 Punkte. Das wird kaum aufzuholen sein. Und selbst der UEFA-Cup-Sieg würde nicht zur Teilnahme berechtigen. Damit steht fest: Will Diego im WM-Jahr in der Königsklasse auftrumpfen, muss er den Verein wechseln. An Interessenten dürfte es kaum mangeln. Der italienische Traditionsklub Juventus Turin buhlt seit Monaten um den Spielmacher. “Juventus will mich”, bestätigte Diego bereits im Februar das Interesse – und auch er scheint nicht abgeneigt: “Von meiner Seite gäbe es keine Hindernisse.” Diese Aussagen verdeutlichen: Diego glaubt weiter an seine Chance. Er wäre sogar bereit, den Verein zu wechseln. Quelle
Projekt Baby: Kinder, ich habe versagt
Mein Baby kann kein Chinesisch, weiß nichts von Rhetorik und erst recht nichts von Ökonomie. Wie soll es je Karriere machen? Mich plagt das schlechte Gewissen.